3. Januar 2021

Neues von der BI B 27 raus aus Kirchheim

Die BI B27 raus aus Kirchheim wünscht ein gutes und gesundes Neues Jahr 2021 für alle Mitglieder der BI und ihre Angehörigen!

Leider hat die Pandemie auch bei uns einiges durcheinander gebracht: Es konnte nur ein Arbeitstreffen im Januar 2020 stattfinden. Die Mitgliederversammlung Ende März und alle geplanten Treffen und Veranstaltungen mussten aufgrund der Corona-Vorschriften abgesagt werden. Gemäß den gesetzlichen Vorgaben ist der Vorstand weiterhin handlungsfähig und hat sich regelmäßig letztlich im Rahmen von Telefonkonferenzen getroffen. Wie es in 2021 weitergeht weiß im Moment niemand. Der Vorstand trifft sich zur nächsten Telefonkonferenz am 26. Januar.

Für den Straßenverkehr in Kirchheim war es trotzdem ein ereignisreiches Jahr: Auf den Ortsdurchfahrten der B 27 und der Straßen nach Hohenstein und Meimsheim wurden die auch von uns geforderten Geschwindigkeitsreduzierungen vom Landratsamt angeordnet, Auch der Umbau der Kreuzung am Posthörnle wurde zum Jahresende fertig gestellt. Wegen verschiedener Baustellen im Ortskern sind die Maßnahmen zur Vermeidung des Ausweichverkehrs durch die Wohngebiete nur teilweise umgesetzt. Im Bereich um den Bahnhof hat sich außer dem abgesegneten Kauf des Cronimet-Geländes noch nichts getan, so dass auch der problematische Busverkehr in der Wilhelmstraße noch nicht gelöst ist. Hier wurde von der Gemeindeverwaltung eine Bürgerbeteiligung z.B. mit Workshops zugesagt – hoffentlich wird das mit dem Ende der Schutzmaßnahmen auch umgesetzt. Dies gilt auch für die Thematik der Fußgängerüberwege zur sicheren Querung für kleine und große Einwohner. 

Die Belastungen durch die B 27 haben sich nach Aussagen von Anwohnern jetzt erheblich reduziert, was sowohl den Lärm als auch die Luftbelastung angeht. Trotzdem fahren außer zu Lockdown-Zeiten weiterhin rund 20.000 Fahrzeuge durch den Ort – deshalb werden wir an der Forderung für den raschen Bau einer Umgehungsstraße festhalten!

Von der Politik werden unsere Probleme oft mit der zukünftigen Entlastung durch einen besseren ÖPNV klein geredet. Hier ein paar Fakten, wie es tatsächlich aussieht:

Personenverkehr: Von 2010 bis 2019 hat die Zahl der Bahnreisenden in Baden-Württemberg um 24,64 % zugenommen – erfreulich! In Kirchheim liegt die Zunahme jedoch nur bei 8,7 % und in Lauffen sogar nur bei 5,89 % (Quelle ein Bericht in der Heilbronner Stimme am 21.12.2020). Da verwundert es nicht, wenn die Zahlen des Verkehrs auf der Bundesstraße durch unseren Ort von ungefähr 16.000 auf jetzt 20.000 Fahrzeuge zugenommen haben. Wie man an der Brackenheimer Steige sieht, fahren die ganzen Pendler aus dem Zabergäu bei uns durch (und dann wohl gleich weiter auf die Autobahn). Ob eine Zabergäu-Bahn das Problem lösen wird ist fraglich. Der ÖPNV wird auch nicht besser, wenn man Pendler-Züge streicht und die Infrastruktur der Frankenbahn weiter vernachlässigt (schon Jahre streiten sich z.B. das schwarze Verkehrsministerium in Berlin mit dem grünen Ministerium in Stuttgart, wer die Kosten für ein paar Kilometer noch fehlenden zweigleisigen Ausbau bei Möckmühl finanziert – bei Stuttgart 21 wäre das schon lange erledigt).

Güterverkehr: Vor vielen Jahren haben CDU/CSU, SPD und FDP im Rahmen der Privatisierung der Bahn die Infrastruktur wegen der erwarteten Gewinnmaximierung zerstört. Bei uns heißt das, dass zwischen Bietigheim und Heilbronn nur noch der Güteranschluss für das Kraftwerk Walheim übrig geblieben ist. Das gleiche gilt für die stillgelegte Zabergäubahn ohne solche Anschlüsse. Wie soll das also funktionieren mit mehr Güter auf die Bahn? Immer neue Gewerbegebiete auch im Zabergäu bringen mehr LKW-Verkehr und die fahren dann auch bei uns durch zur Autobahn (wir haben deshalb ja einen überdurchschnittlichen Anteil an Schwerverkehr auf der B 27). Mehr Güter auf die Bahn –  das ist zum Lachen (oder Weinen). Und der Bahn selbst gehört mit Schenker die größte deutsche LKW-Spedition!

Wir lassen uns trotzdem nicht entmutigen bei den Forderungen für eine bessere Verkehrssituation in Kirchheim!

Vielen Dank an alle Mitglieder, Funktionäre, Plakatierer, Spender, Helfer …, die die BI unterstützen. 

Alles Gute und bleibt gesund!

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